Die Atmung

Die Atmung eines Menschen ist ein komplizierter chemischer, biologischer und physikalischer Vorgang. Wichtig sind unter anderem richtige Druckverhältnisse im Brustkorb, das einwandfreie funktionieren der Messstationen in den Gefäßen und die Zusammensetzung der Atemluft. 

Atmung als Definition

Die Atmung wird auch als Gaswechsel zwischen den Zellen und der Umgebung bezeichnet.

Die Polaritäten

In der Anleitung von Entspannungstechniken erwähne ich gern die Polaritäten an unserem Körper. Zu jeder Bewegung zu etwas hin, muss zwangsläufig eine Bewegung von etwas weg erfolgen. Sich strecken und zusammenziehen. Das Herz zieht sich zusammen und geht auseinander. Nach jeder Einatmung folgt eine Ausatmung. Bei der Einatmung kann unter anderem Sauerstoff aufgenommen werden und bei jeder Ausatmung wird neben anderen Gasen Kohlenstoffdioxid abgegeben.

Muskulatur und Knochen

Damit dieser Vorgang einwandfrei Funktioniert, sollten Knochen, Gelenke und Muskeln harmonisch zusammenarbeiten. Legen Sie bei Ihrer nächsten Atemphase eine Hand auf Ihr Brustbein und die andere auf den Bauch. Atmen Sie mehrmals tief ein und aus. Sie fühlen Bewegungen in Ihrem Brustkorb und Bauchraum. Wenn Sie Ihre Hände an die Flanken legen, werden Sie auch dort Bewegungen erspüren. Sie können sogar herausfinden, ob Sie eher dazu neigen in die Brust oder eher in den Bauch zu atmen. Für mehr Übungsauswahl bitte einfach weiterlesen.

Bei der Brustatmung heben sich die Rippen und der Brustraum kann sich erweitern. Bei der Bauchatmung senkt sich das Zwerchfell und es kommt auch hier zu einer Brustraumerweiterung. 

Atmung in der Diagnostik

Diagnostisch nutze ich Ihre Atmung, um beispielsweise Hindernisse im Bewegungsapparat zu erkennen. Die erste Rippe kann durch Muskelzüge der Halswirbelsäule verantwortlich für eine Missempfindung in den Händen sein. Ein Schmerzreiz neben dem Schulterblatt kann eine tiefer stehende Rippe verursachen. Um dies herausfinden zu können ist ein geschultes Auge und eine sensible untersuchende Hand wichtig. 

Auch die Organe unterhalb des Zwerchfells spielen eine Rolle bei den einzelnen Atemphasen. Die Bauchorgane haben ihre jeweiligen Bewegungsbahnen. So kann ein verspannter Magen aus seiner physiologischen Bewegungsbahn herausgeworfen werden. Des weiteren könnten Narbenzüge im Bauchraum die Bewegungsbahnen aller Bauchorgane stören. 

Abschließend möchte ich Sie in jeder Behandlung auf das Gefühl Ihrer Atemtätigkeit aufmerksam machen. 

Atemübungen

1. Brust und Bauchatmung:
Nehmen Sie eine Entspannte Haltung in Rückenlage ein.
Legen Sie Ihre rechte Hand auf das Brustbein und die linke Hand auf den Bauch.
Atmen Sie ruhig ein und aus.
Konzentrieren Sie sich zuerst auf die obere Hand und spüren so die Atembewegung im Brustkorb durch mehrmaliges Ein- und Ausatmen.
Als nächstes nehmen Sie Ihre untere Hand wahr und spüren so die Atembewegung im Bauchbereich durch mehrmaliges Ein- und Ausatmen.
Wechseln Sie die Aufmerksamkeit zwischen oberer und unterer Hand.
Nehmen Sie zum Schluss die Aktivitäten unter beiden Händen wahr.
Als Steigerung kann die Entfaltung der Atmung auch ohne die Hände wahrgenommen werden.

Osteopathie-Reichel-Entpsannung

2. Atmung in Kombination mit Bewegung

Nehmen Sie einen Vier-Füssler Stand ein. Die Ellebogen unter den Schultern und die Kniegelenke unter das Becken positionieren. Die Arme werden nur leicht angewinkelt.
Nehmen Sie als erstes die Position auf dem linken Bild ein (Handy oberes Bild). Sie bilden einen „Katzenbuckel“, indem Sie die Wirbelsäule rund einstellen und den Kopf auf das Brustbein führen.
Atmen Sie einige Atemzüge in dieser Position.
Anschließend nehmen Sie die Haltung auf dem rechten Bild ein (Handy unteres Bild). Die Wirbelsäule hängt nun durch und das Gesäß wird nach hinten geschoben. Die Beine und Arme bleiben immer stehen.
Der Kopf geht nach oben, ziehen Sie den Kopf aus der Halswirbelsäule heraus.
Atmen Sie einige Atemzüge auch in dieser Position.
Zum Schluss wechseln Sie zwischen den Positionen bei Ein- und Ausatmung. In der Einatmung rund einstellen und in der Ausatmung durchhängen lassen.

Quellenangabe:

Robert F. Schmidt, Gerhard Thews (Hrsg.) „Physiologie des Menschen“ – 24. Auflage 1990 -Springer-Verlag Berlin Heidelberg, New York

 

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